Ein Paddlerblick auf den ORTLIEB LIGHT-PACK 25 und LIGHT-PACK PRO 25

Ein Paddlerblick auf den ORTLIEB LIGHT-PACK 25 und LIGHT-PACK PRO 25

 

 

 

Welcher Tourenpaddler kennt das nicht. Man möchte eine mehrtägige Gepäcktour mit dem Boot machen und am liebsten alles dabeihaben, was einem die Reise erleichtert bzw. verschönert. Der eine nimmt zwei Kameras und drei Objektive mit, der andere eine extra Flasche Wein und einen Schinken, der nächste wiederum mehrere Bücher damit ihm der Lesestoff nicht ausgeht. Da bleibt in den Gepäckluken oft nicht viel Platz für andere Gegenstände, wie z.B. für einen normalen Rucksack samt Tragesystem. Sehr viele Paddler lieben es allerdings auch die Umgebung des Übernachtungsplatzes erkunden zu können (sei es, um über eine Schäreninsel zu stromern, ein Waldstück zu durchschreiten,  durch die weite Feldmark zu marschieren oder einen Berg, der am Ende eines Sandstrandes zur Besteigung lockt , zu erobern.

Weiter Blick von einer Schäreninsel Schwedens

In allen Fällen ist es schön, seine Wertsachen aber auch noch eine Jacke, eine Brotzeit und die Kamera mitnehmen zu können, ohne alles ungemütlich in den Händen tragen zu müssen. Ein kleiner Rucksack der im Boot nicht aufträgt und trotzdem funktionell ist muss also her. Wie geschaffen für diesen Zweck ist der LIGHT-PACK 25 von ORTLIEB. Mit nur 290 Gramm und 25 Liter Stauraum bietet er ein optimales Gewicht-Volumen-Verhältnis. Trotz seines puristischen Designs, mit dem typischen ORTLIEB Rollverschluss und luftdurchlässigen leichten Tragegurten kann man in dem durchachten Rucksack einiges auf dem Rücken tragen. Sogar ein kleiner Einkauf im nächsten Dorf ist damit kein Problem. Im Kajak fällt der Rucksack – entweder zusammengerollt oder flach auf den Boden gelegt – kaum auf. Der Rollverschluss macht den Rucksack wasserdicht. Daher eignet sich der LIGHT-PACK 25 auch für eine SUP Tour, bei der man den beladenen Sack einfach auf Deck des Stand up Paddle Bords an den Spanngummis fest macht, so dass die Öffnung nicht in ständigen Wasserkontakt kommt.

Der Rucksack ist auch beim Stand up Paddle Boarding einsetzbar.

Wer ein klein Wenig mehr Tragekomfort möchte, schaut sich das LIGHT-PACK PRO 25 an. In Größe und Design fast baugleich, hat er ein aufblasbares Rückenpolster zusätzlich. Dieses sieht zwar auf den ersten Blick vielleicht etwas überfordert aus, hat aber im praktischen Einsatz tatsächlich einen angenehm dämpfenden (In Bezug auf den Inhalt)  und stabilisierenden Effekt.  Außerdem kann man an der Kordelfixierung ein Bekleidungsstück außen schnell und stets griffbereit parken, ebenso wie Getränke in den seitlichen Außentaschen. Für diese Extras erhöht sich das Rucksackgewicht nur auf 385 Gramm. Im Boot flach auf den Boden gelegt ist der Unterschied zum normalen der LIGHT-PACK 25 nur minimal.

Campingtour in den Schären
Campingtour in den Schären
Beim Kajak Ausladen kann man den Rucksack für den Ausrüstungstransport zum Zeltplatz verwenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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CS Canoe – MySun HV – Seekajak – ein kleines Porträt

MySun HV – Wendiges Allroundseekajak auch für größere Paddler

 

Mit 527 Zentimetern Länge und 54 Zentimetern Breite ist der My Sun in der HV Version (HV = hohes Volumen) von CS Canoe ein typisches Allroundseekajak für größere und schwere Paddler.

Mit dem MySun übers Wasser gleiten
Mit dem MySun übers Wasser gleiten

 

Sitzkomfort

Das Cockpit bietet mit 86 x 45 cm Größe sehr viel Platz. Der ergonomisch geformte Sitz lässt sich in Längsrichtung verschieben. Zusammen mit den Schenkelstützen und dem verstellbaren Rückengurt wird für Komfort im Boot gesorgt. Gleichzeitig bietet die Sitzeinrichtung genügend halt für die Kontrolle des Boots. Ohne Aufpreis kann die Schottwand auf Maß geordert werden. Das sollte auch die ganz langen Kerle zufrieden stellen können.

 

My Sun in seinem Element
My Sun in seinem Element

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Form und Fahreigenschaften

Die Der My Sun paddelt sich wegen des flachen Unterschiffs mit einem angedeuteten V außerdem angenehm stabil und ist für jedermann leicht zu beherrschen. Das Kajak kann mühelos auf Tourengeschwindigkeit gebracht werden und lässt sich auch lange in diesem Geschwindigkeitsbereich paddeln, was ein Merkmal eines guten Reisebootes ist. Darüber hinaus lässt es sich wegen der hohen sekundären Stabilität sehr berechenbar auf die Kante stellen. Gepaart mit dem relativ starken Kielsprung dreht das italienische Boot daher ausgesprochen gut. Das macht das Boot neben dem Seekajakpaddeln auch für Unternehmungen auf größeren Flüssen interessant. Geht es auf dem Meer einmal heftiger zu mit Wind, Swell und Kabbelwellen, eignet sich das wendige Boot auch gut zum Spielen unter diesen fortgeschrittenen Bedingungen. Es ist weiter stets gut zu beherrschen, will aber vom Paddler geführt werden. Auch durch das Heckvolumen kommt der My Sun gut ins Surfen und lässt sich wegen der ausgeprägten Kanten im Mittelschiff mittels gezielter Heckruderschläge feinfühlig lenken. Sein voluminöser Bug bedeutet, es schwimmt bei kleinen, kurzen Wellen gegen den Wind eher auf, als durch sie hindurch zustechen und kann mitunter etwas platschen. Durch den verschwenderischen Platz hinter dem Rückengurt ist es auch gut möglich, in Rückenlage aber auch über das Vordeck aufzudrehen (Eskimorolle).

 

Spritziger Paddelspaß
Spritziger Paddelspaß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausstattung

Das Design für das Deckleinensystem ist als standartmäßig gelungen zu bezeichnen. Eine Besonderheit ist eine in das vordere Decksgummi eingefädelte Plastikkugel, unter der man das Paddelblatt durchschieben kann, um es an Deck zu befestigen – „ein Paddelparklatz“. Wegen der geringen Bootsbreite an dieser Stelle ist das aber nur für Besitzer schmaler Grönlandpaddel ein Vorteil.

Die Zwei großen, ovalen Gepäckluken versprechen zusammen mit den drei Schottwänden (Die dritte Schottwand ist optional), und der Tagesluke (ebenfalls optional) hinter dem Paddler ein komfortables Verstauen von Gepäck. Eine kleine Deckbox (auch optional) bietet auf dem Cockpit etwas Platz für Schlüssel, Handy oder was man sonst noch gern schnell zur Hand haben möchte.

 

Campingtour in den Schären
Campingtour in den Schären

 

Skeg und Verarbeitung

Das ausgereifte Skegsystem von Kajaksport muss man erst relativ spät einsetzen, was sehr positiv zu bewerten ist. Kommt es doch zum Einsatz, erfüllt es seine Aufgabe klaglos und vollumfänglich. Die Verarbeitungsqualität des Testbootes ist als exzellent zu bezeichnen und kann bei den Besten auf dem Markt locker mithalten.

Kurzfassung:

Das Seekajak aus Italien eignet sich hervorragend für größere und schwerere Paddler, die gern viel Platz im Cockpit haben und ein stabiles Seekajak suchen, das auf Touren auch mal Gepäck aufnehmen kann. Das agile Boot bietet darüber hinaus sehr viel Spielpotential, will in fortgeschrittenen Bedingungen aber auch geführt werden. Leichtere und kleinere Paddler können sich auf die „light“ Version des Kajaks freuen (LV mit weniger Volumen), die ab April zu haben sein wird. Materialalternativen sind: GFK/Diolen, Carbon/Aramid oder Aramid / Vakuum.

 

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Drago Rossi DR9

Klassisches Indiansummerwetter war der perfekte Rahmen für die erste Ausfahrt im neuen DR9 von Dragorossi. Das neue Modell rundet die Palette der Dragorossi Creeker nach oben ab und richtet sich an Fahrer mit einem Gewicht bis ca. 95-100kg. Die bereits auf dem Markt erhältlichen Modelle 77 (bis ca. 75kg) und 88 (bis ca. 85kg) hatten mich schon in Sachen Fahreigenschaften überzeugt, mit 80kg kam ich mit beiden Modellen auf allen bislang befahrenen Bächen bestens klar. (mehr …)

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