Seals Lenzpumpe – Sicherheitsreserve für Großgewässer

Seals Lenzpumpe –  Sicherheitsreserve für Großgewässer

Wer auf Großgewässern unterwegs ist, sollte eine Möglichkeit haben, das Boot nach einer Kenterung und einem Wiedereinstieg von Wasser zu befreien. Dazu eignen sich fest eigebaute Fußpumpen, elektrische Pumpen oder eben eine Handpumpe. Diese hat den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu fest eingebauten Pumpen auch an andere Teilnehmer einer Fahrt weitergegeben werden kann. Außerdem kann man nicht nur das Cockpit ausleeren, sondern auch vollgelaufene Staufächer. Die Seals Lenzpumpe hat sich für diesen Zweck bewährt. Sie ist robust zuverlässig und pumpt das vorhandene Wasser in angemessener Zeit aus dem Cockpit. Man sollte das „Kentern“ und das folgende Auspumpen des Kajaks immer wieder einmal üben, damit man im Ernstfall gewappnet ist!

Die Seals Lenzpumpe ist leicht, durch eine Schaummanschette unsinkbar, robust und einfach zu bedienen und somit ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsausrüstung. Kombiniert mit der Mariner Spritzdecke (Diese hat eine Klappe, die man öffnen kann), kann das Boot auch mit geschlossener Spritzdecke geleert werden.

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KanuOutdoor – Die Ladehilfe für hohe Autos

Die praktische Ladehilfe von KanuOutdoor ist ein Aluminiumprofil, das man einfach in den bestehende Schiene des Thule Dachträger (oder alle anderen Dachträger mit passender Schiene) hineinschieben kann. Sie erleichtert das Laden auf hohe Autodächer ungemein, besonders wenn man das Boot alleine heben muss. Das zu hebende Gewicht wird praktisch halbiert. Einfach aber effektiv ist hier die Devise.Nun zwei Beispiel für die AnwendBeispiele für das Auf- und Abladen mit der Ladehilfe:

 

Abladen:

 

Mittles zweier dicker Schraubknöpfe wird die Ladehilfe in der Schiene befestigt.

 

 

Nun eine Sequenz zum Aufladen:

 

Sollte es windig sein, kann das Boot mittels einer dicken Gummileine auf dem Autobach während des Ladens fixiert werden, indem man das Gummi an einem der dicken Schraubknöpfe verspannt.

 

Für das Ablegen auf dem Boden kann man einfach die Gummimatte aus dem Auto nehmen. SIe verhindert Kartzer, und dass das Boot abrutschen kann.

Für die Autofahrt kann die Ladehilfe einfach ganz in die Schiene gezogen und mit dem Schraubknöpfen festgezogen werden.

Ist Alles geladen, kann man den Sonnenuntergang am Strand genießen 🙂

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Tourenvorschlag – Im Seekajak von Flensburg nach Kiel

„Küsten Kieken“, im Seekajak von Flensburg nach Kiel

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer ein kleines Abenteuer in den heimischen Gewässern sucht, findet an unserer Ostseeküste reichlich Möglichkeiten mit seinem Kajak auf Tour zu gehen. Eine schöne, mehrtägige Route führt aus der Flensburger Förde zur Ostseeküste, folgt dieser vorbei an Schleimünde und Damp und biegt dann in die Kieler Förde in Richtung Landeshauptstadt ab.

In Flensburg, kann man zum Beispiel als Gast auf dem Gelände des Ersten Flensburger Kanu Klubs (www.efkk-ev.de) starten und wer eine längere Anfahrt hatte, auch übernachten. Ein kleiner Abstecher in den hübschen Stadthafen ist eigentlich Pflicht, ehe der Paddler die Nase seines Kajaks in der Flensburger Förde in Richtung Ostsee richtet. Nach nur ein paar Kilometern lohnt es sich die dänischen Ochseninseln in Augenschein zu nehmen. Eine Mischung aus Ruhe und idyllischer Landschaft sorgt dafür, dass hungrige Paddler, Segler und Fährtouristen hier gern im Insel Gasthaus einkehren. Je weiter man in die Förde paddelt, desto spärlicher wird die Besiedlung. Steilküsten schauen aus der Landschaft hervor. Im Fahrwasser sieht man in der Saison Schlangen aus weißen Dreiecken hintereinander aufgereiht. Wir Paddler genießen den Vorteil, quasi ohne Tiefgang direkt an der Küste entlang schlendern zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

Für einen ersten Übernachtungsstopp ist die dänische Seite zu empfehlen. Hier findet der Paddler an der Broager Halbinsel gleich drei „overnatning i det fri“ Plätze auf denen man offiziell am Wasser zelten darf.

Bei gutem Wetter ist es am nächsten Tag ein Erlebnis, direkten Kurs auf den Leuchtturm Kalkgrund zu nehmen, der mitten in der breiten Fördemündung auf 24 Stahlpfählen ruht, die 30 m tief in den Ostseegrund gerammt wurden. Der Wächter der See wirkt vom Kajak aus wie ein einsamer Riese.
Von nun an befindet man sich auf der offenen Ostsee und muss noch mehr auf Wind und Wellenbedingungen achten. Dafür schaufelt man nun glasklares Ostseewasser hinter sich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausdauernde Paddler haben als nächsten Stopp Schleimünde im Sinn. Auf der Lotseninsel befindet sich nicht nur der nächste Leuchtturm, sondern auch ein kleiner Kiosk samt Kneipe. Schleimünde kann nur mit dem Boot erreicht werden und man kann im Zelt übernachten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem folgenden Abschnitt warten Steilküsten aus rotem Lehm, der etwas unpassend erscheinende Hochhauskomplex der Klink in Damp und die Querung der Eckernförder Bucht. Kaum hat man die Querung beendet, biegt man rechts am Leuchtturm Bülck ab und folgt der Küstenlinie in die Kieler Bucht hinein. Typisch für eine Einfahrt nach Kiel ist die kabbelige See, welche immer von irgendwelchen Molen oder querenden Schiffen bunt durcheinandergemischt wird. Während der Kieler Woche wimmelt das Wasser vor historischen Großseglern. Beenden kann man die Tour an den Stegen der Kieler Kanu Clubs (KKK und KVK) in der nähe des Bahnhofs, von wo aus man mit der Bahn nach Flensburg zurückkommen kann.

weite Ostsee

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Tour zwischen Flensburg und Kiel wird sich für den Normalpaddler bei gutem Wetter auf 3-5 Tage erstrecken. Schlechtwettertage sind jederzeit möglich. Wer noch ausführlichere Infos zur dieser Tour und vielen weiteren Ostseetouren sucht, findet diese im Buch: Kanu Kompass Dänische Südsee und Deutsche Ostseeküste von Björn Nehrhoff von Holderberg, erschienen im Thomas Kettler Verlag:

 

 

 

 

 

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Namibiareise mit täglichen Einsatz der GEARAID Modelle ARC und FlUX

Nach knapp 4 Wochen unserer Namibiareise mit täglichen Einsatz der GEARAID Modelle ARC und FlUX kann ein erstes Fazit gezogen werden. Für Wandertouren definitiv zu schwer, für Kajaktouren oder wie jetzt  Allradfahrzeug, allerdings echt  praktisch. Schon das kleinere Modell ist völlig ausreichend bei mittlerer Leuchtstärke einen 8m Radius am Fahrzeug gut auszuleuchten auch beim Camp-Aufbau im Dunkeln eine große Hilfe. Wir laden die Lampe alle paar Tage während der Fahrt auf sind aber noch nicht in den Grenzbereich gekommen, den Ladebedarf zeigen beide Modelle eigentlich über eine dauerhaft leuchtende LED an. Durch Druck auf die entsprechende Kontrolltaste kann mit diesen LEDS auch der Ladestation abgefragt werden. Das Laden funktioniert mit dem, leider nur optional erhältlichen, Schnelladeadapter (12V Steckdosen/Eurostecker) über den Zigarettenanzünder. Eine Komplettladung des Modells FLUX dauert schon gerne über 8 Stunden, wir reden hier aber auch über 20800 mAh Akkuleistung. Leider ebenfalls nicht im Lieferumfang enthalten ist das Powerbankkabel zum Laden von Handy oder Tablett, das sollte man wenn die Funktion gebraucht wird nicht vergessen. Der mitgelieferte Diffuser (weißer Nylonbeutel) erfüllt seine Aufgabe hervorragend und streut das Licht sehr gleichmäßig. Die Bedienung der Tasten funktioniert einfach, dürfte aber mit Handschuhen eher schwierig werden. Der Klapphaken zum Aufhängen kann sich bei längerer Nutzung unbeabsichtigt lösen und sollte vor dem Verstauen auf sicheren Sitz kontrolliert werden. Abschließend kann beiden Leuchten eine robuste Verarbeitung attestiert werden, diverse Stürze aus bis über 2m Höhe wurden klaglos weggesteckt, zwei Gewittergüsse konnten den GEARAID Leuchten nichts anhaben.

Mit einem Ladenpreis von 139€ für das Modell ARC und 189€ für das Modell FLUX sind die Leuchten zwar keine Billigheimer, lassen einen auf Tour aber auch nicht so schnell im Stich. Wir freuen uns jedenfalls auch in den kommenden Wochen jeden Abend auf ein gut ausgeleuchtet Bushcamp.

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Ein Paddlerblick auf den ORTLIEB LIGHT-PACK 25 und LIGHT-PACK PRO 25

Ein Paddlerblick auf den ORTLIEB LIGHT-PACK 25 und LIGHT-PACK PRO 25

 

 

 

Welcher Tourenpaddler kennt das nicht. Man möchte eine mehrtägige Gepäcktour mit dem Boot machen und am liebsten alles dabeihaben, was einem die Reise erleichtert bzw. verschönert. Der eine nimmt zwei Kameras und drei Objektive mit, der andere eine extra Flasche Wein und einen Schinken, der nächste wiederum mehrere Bücher damit ihm der Lesestoff nicht ausgeht. Da bleibt in den Gepäckluken oft nicht viel Platz für andere Gegenstände, wie z.B. für einen normalen Rucksack samt Tragesystem. Sehr viele Paddler lieben es allerdings auch die Umgebung des Übernachtungsplatzes erkunden zu können (sei es, um über eine Schäreninsel zu stromern, ein Waldstück zu durchschreiten,  durch die weite Feldmark zu marschieren oder einen Berg, der am Ende eines Sandstrandes zur Besteigung lockt , zu erobern.

Weiter Blick von einer Schäreninsel Schwedens

In allen Fällen ist es schön, seine Wertsachen aber auch noch eine Jacke, eine Brotzeit und die Kamera mitnehmen zu können, ohne alles ungemütlich in den Händen tragen zu müssen. Ein kleiner Rucksack der im Boot nicht aufträgt und trotzdem funktionell ist muss also her. Wie geschaffen für diesen Zweck ist der LIGHT-PACK 25 von ORTLIEB. Mit nur 290 Gramm und 25 Liter Stauraum bietet er ein optimales Gewicht-Volumen-Verhältnis. Trotz seines puristischen Designs, mit dem typischen ORTLIEB Rollverschluss und luftdurchlässigen leichten Tragegurten kann man in dem durchachten Rucksack einiges auf dem Rücken tragen. Sogar ein kleiner Einkauf im nächsten Dorf ist damit kein Problem. Im Kajak fällt der Rucksack – entweder zusammengerollt oder flach auf den Boden gelegt – kaum auf. Der Rollverschluss macht den Rucksack wasserdicht. Daher eignet sich der LIGHT-PACK 25 auch für eine SUP Tour, bei der man den beladenen Sack einfach auf Deck des Stand up Paddle Bords an den Spanngummis fest macht, so dass die Öffnung nicht in ständigen Wasserkontakt kommt.

Der Rucksack ist auch beim Stand up Paddle Boarding einsetzbar.

Wer ein klein Wenig mehr Tragekomfort möchte, schaut sich das LIGHT-PACK PRO 25 an. In Größe und Design fast baugleich, hat er ein aufblasbares Rückenpolster zusätzlich. Dieses sieht zwar auf den ersten Blick vielleicht etwas überfordert aus, hat aber im praktischen Einsatz tatsächlich einen angenehm dämpfenden (In Bezug auf den Inhalt)  und stabilisierenden Effekt.  Außerdem kann man an der Kordelfixierung ein Bekleidungsstück außen schnell und stets griffbereit parken, ebenso wie Getränke in den seitlichen Außentaschen. Für diese Extras erhöht sich das Rucksackgewicht nur auf 385 Gramm. Im Boot flach auf den Boden gelegt ist der Unterschied zum normalen der LIGHT-PACK 25 nur minimal.

Campingtour in den Schären
Campingtour in den Schären
Beim Kajak Ausladen kann man den Rucksack für den Ausrüstungstransport zum Zeltplatz verwenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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CS Canoe – MySun HV – Seekajak – ein kleines Porträt

MySun HV – Wendiges Allroundseekajak auch für größere Paddler

 

Mit 527 Zentimetern Länge und 54 Zentimetern Breite ist der My Sun in der HV Version (HV = hohes Volumen) von CS Canoe ein typisches Allroundseekajak für größere und schwere Paddler.

Mit dem MySun übers Wasser gleiten
Mit dem MySun übers Wasser gleiten

 

Sitzkomfort

Das Cockpit bietet mit 86 x 45 cm Größe sehr viel Platz. Der ergonomisch geformte Sitz lässt sich in Längsrichtung verschieben. Zusammen mit den Schenkelstützen und dem verstellbaren Rückengurt wird für Komfort im Boot gesorgt. Gleichzeitig bietet die Sitzeinrichtung genügend halt für die Kontrolle des Boots. Ohne Aufpreis kann die Schottwand auf Maß geordert werden. Das sollte auch die ganz langen Kerle zufrieden stellen können.

 

My Sun in seinem Element
My Sun in seinem Element

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Form und Fahreigenschaften

Die Der My Sun paddelt sich wegen des flachen Unterschiffs mit einem angedeuteten V außerdem angenehm stabil und ist für jedermann leicht zu beherrschen. Das Kajak kann mühelos auf Tourengeschwindigkeit gebracht werden und lässt sich auch lange in diesem Geschwindigkeitsbereich paddeln, was ein Merkmal eines guten Reisebootes ist. Darüber hinaus lässt es sich wegen der hohen sekundären Stabilität sehr berechenbar auf die Kante stellen. Gepaart mit dem relativ starken Kielsprung dreht das italienische Boot daher ausgesprochen gut. Das macht das Boot neben dem Seekajakpaddeln auch für Unternehmungen auf größeren Flüssen interessant. Geht es auf dem Meer einmal heftiger zu mit Wind, Swell und Kabbelwellen, eignet sich das wendige Boot auch gut zum Spielen unter diesen fortgeschrittenen Bedingungen. Es ist weiter stets gut zu beherrschen, will aber vom Paddler geführt werden. Auch durch das Heckvolumen kommt der My Sun gut ins Surfen und lässt sich wegen der ausgeprägten Kanten im Mittelschiff mittels gezielter Heckruderschläge feinfühlig lenken. Sein voluminöser Bug bedeutet, es schwimmt bei kleinen, kurzen Wellen gegen den Wind eher auf, als durch sie hindurch zustechen und kann mitunter etwas platschen. Durch den verschwenderischen Platz hinter dem Rückengurt ist es auch gut möglich, in Rückenlage aber auch über das Vordeck aufzudrehen (Eskimorolle).

 

Spritziger Paddelspaß
Spritziger Paddelspaß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausstattung

Das Design für das Deckleinensystem ist als standartmäßig gelungen zu bezeichnen. Eine Besonderheit ist eine in das vordere Decksgummi eingefädelte Plastikkugel, unter der man das Paddelblatt durchschieben kann, um es an Deck zu befestigen – „ein Paddelparklatz“. Wegen der geringen Bootsbreite an dieser Stelle ist das aber nur für Besitzer schmaler Grönlandpaddel ein Vorteil.

Die Zwei großen, ovalen Gepäckluken versprechen zusammen mit den drei Schottwänden (Die dritte Schottwand ist optional), und der Tagesluke (ebenfalls optional) hinter dem Paddler ein komfortables Verstauen von Gepäck. Eine kleine Deckbox (auch optional) bietet auf dem Cockpit etwas Platz für Schlüssel, Handy oder was man sonst noch gern schnell zur Hand haben möchte.

 

Campingtour in den Schären
Campingtour in den Schären

 

Skeg und Verarbeitung

Das ausgereifte Skegsystem von Kajaksport muss man erst relativ spät einsetzen, was sehr positiv zu bewerten ist. Kommt es doch zum Einsatz, erfüllt es seine Aufgabe klaglos und vollumfänglich. Die Verarbeitungsqualität des Testbootes ist als exzellent zu bezeichnen und kann bei den Besten auf dem Markt locker mithalten.

Kurzfassung:

Das Seekajak aus Italien eignet sich hervorragend für größere und schwerere Paddler, die gern viel Platz im Cockpit haben und ein stabiles Seekajak suchen, das auf Touren auch mal Gepäck aufnehmen kann. Das agile Boot bietet darüber hinaus sehr viel Spielpotential, will in fortgeschrittenen Bedingungen aber auch geführt werden. Leichtere und kleinere Paddler können sich auf die „light“ Version des Kajaks freuen (LV mit weniger Volumen), die ab April zu haben sein wird. Materialalternativen sind: GFK/Diolen, Carbon/Aramid oder Aramid / Vakuum.

 

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Drago Rossi DR9

Klassisches Indiansummerwetter war der perfekte Rahmen für die erste Ausfahrt im neuen DR9 von Dragorossi. Das neue Modell rundet die Palette der Dragorossi Creeker nach oben ab und richtet sich an Fahrer mit einem Gewicht bis ca. 95-100kg. Die bereits auf dem Markt erhältlichen Modelle 77 (bis ca. 75kg) und 88 (bis ca. 85kg) hatten mich schon in Sachen Fahreigenschaften überzeugt, mit 80kg kam ich mit beiden Modellen auf allen bislang befahrenen Bächen bestens klar. (mehr …)

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